Der Lilith-Mythos als Weg der Versöhnung zwischen Mann und Frau. Ein Mann liest Kerstin Chavents neues Sachbuch über die Wiederkehr der verpönten Göttin. Und freut sich.
Der menschliche Geist ist wie ein Glas Wasser mit Sand. Das Wasser ist dein Bewusstsein. Und der Sand sind deine Gedanken, deine Erinnerungen, Ängste, Wünsche, Vorlieben, Vorurteile und so weiter. Erwachsene Menschen streben nach klarem Wasser, Kinder erfreuen sich am Wirbeln und Tanzen der…
Unsicherheit – wo immer wir hinschauen, begegnen wir der Verunsicherung im Angesicht einer Welt, die in sich zusammenbricht und jene grundlegenden Werte verliert, die sie eben noch zusammengehalten haben. Dagegen hilft Dankbarkeit. Sie bildet den Faden, der die zerstreuten Einzelteile wieder…
Bewusst sein – wir können gar nicht anders. Und es macht wenig Sinn, die Sache aufzuteilen in Schichten wie «höheres Bewusstsein» und dergleichen. Was wäre die Nabe eines Rades ohne die Speichen, ohne den Ring? Wir sind weder das eine noch das andere.
Lässt sich zum Erwachen etwas tun, oder ist es die reine Gnade, die einem zuteil wird? Für Shiv Sengupta verhält es sich mit dem Erwachen wie mit dem Einschlafen. Bekanntlich lässt sich da wenig machen, aber viel zulassen.
«Hey, Shiv», fragt ein Leser, «leidest du so frei, wie der Wolf heult?» Shiv Senguptas Antwort lässt nichts zu wünschen übrig. Sie endet mit den Sätzen: «Die einzige Belohnung besteht darin, dass wir endlich sein können, wer wir sind. So wir den Mut dazu haben.»
Informationen, Sinneseindrücke, Reize, Gedanken und Ideen allüberall – wenn einem der Kopf schwirrt vor lauter Zeugs, tut es unendlich gut, innezuhalten und zu meditieren. In einem besonderen Raum, in dem es reizarm ist und still. Doch dieses besondere Zimmer befindet sich in einem alten Haus, das…
Als wir zur Welt kamen, lebten wir wild und frei aus unserer Mitte heraus. Dann wurden wir gezähmt zu Wesen, die nach Aufmerksamkeit und Belohnung streben, aber nie so recht das finden, was sie rundum erfüllt. Weil wir auf dem Jahrmarkt der Aufmerksamkeit nach dem suchen, was wir im Grunde immer…
Kürzlich hat mich jemand gefragt, wie es sich anfühlt, «wach zu sein» – in einem Zustand der Präsenz zu leben und sich ständig bewusst zu sein, dass man so da ist, wie er sich das vorstellt.
Ich antwortete ganz offen: «Das kann sich ziemlich beschissen anfühlen.»
Alles gut und recht, geschätzter Autor, doch wie soll ich dahin finden? Gibt es einen praktisch gangbaren Weg? Fragt ein Leser, und Shiv Sengupta ist wieder mal gut für eine Überraschung: Er nennt vier Begriffe und leitet an zu Übungen.
Wenn sie sich selber mit ihm vergleichen, so kommt Shiv Sengupta bei vielen Leser_innen als coole Socke rüber. Stets im Flow, mit allem eins und durch nichts in Verlegenheit zu bringen. Denkste! Falls es einen Unterschied gibt, so liegt er vermutlich ganz woanders.