Der Lilith-Mythos als Weg der Versöhnung zwischen Mann und Frau. Ein Mann liest Kerstin Chavents neues Sachbuch über die Wiederkehr der verpönten Göttin. Und freut sich.
Marc Zollinger lebt in den Bergen bei Rieti, nordöstlich von Rom. Er berichtet für die NZZ aus Italien, schreibt Globi-Bücher und ist seit vielen Jahren Schüler des Sri Papaji Centers, das von der italienischen Advaita-Meisterin Neeraja geleitet wird.
Ein Diebstahl ist niemandem zu wünschen. Falls es doch geschieht, so ist es ratsam, dieses Geschenk anzunehmen. Der Vorfall führte mich jedenfalls auf wirbelnde Gewässer und bereicherte mich auf eine Weise, die ich mir nie erträumt hätte.
Es gab einmal eine Zeit, da brauchte ich «viel Zeit für mich». Ja, tatsächlich! «Zeit für mich»! Das war das Losungswort, um «mehr bei mir zu sein». Noch besser, um endlich «ganz bei mir» zu sein. Was für ein Witz!
Der Oktober ist der zehnte Monat im Jahr – eine runde Zahl, die Vollständigkeit symbolisiert. Die Zehn steht zugleich für das Ende und für den Anfang. Sie bringt die stete Steigerung der einstelligen Zahlen zu einem Abschluss und schafft gleichzeitig einen Übergang zu dem, was danach kommt – dem…
Wie weiss man, ob es die überpersönliche Intuition war, die einem etwas zugeflüstert hat, jene Stimme von «oben»? Oder ob der Gedanke nur ein Hirngespinst ist, diktiert vom kapriziösen Geist? Ein Beispiel aus meinem Paradies.
Was macht uns denn so glücklich, wenn wir auf einem einsamen Berggipfel stehen? Was genau suchen wir dort oben? Die Antwort ist denkbar einfach: Es ist die Abwesenheit von Begehren, die wunschlos glücklich macht.
In diesen Tagen frage ich mich immer wieder, wie ich das bloss verdient habe. Eben noch wohnte ich in Hölle und Fegefeuer. Nun bin ich umgezogen in ein kleines Paradies.
Was suchen wir nur immerfort? Ich bin soeben aus Venedig zurück, wo eine Messe für Weltraumfahrt stattfand. Es ist beeindruckend, wie sehr die Leute davon überzeugt sind, dort draussen im All ihr Glück zu finden.
Es gibt einen angenehmen Nebeneffekt, wenn man immer tiefer in das eigene Sein eintaucht. Je mehr ich mich dem Bewusstsein zuwende, desto klarer wird: Es gibt nichts, was mich von mir entfremden könnte.