SPUREN Blog von Marc Zollinger

Marc Zollinger lebt in den Bergen bei Rieti, nordöstlich von Rom. Er berichtet für die NZZ aus Italien, schreibt Globi-Bücher und ist seit vielen Jahren Schüler des Sri Papaji Centers, das von der italienischen Advaita-Meisterin Neeraja geleitet wird.

Beiträge von Marc Zollinger

Am seidenen Faden [06. August 2026]

Fünf Tage lang hing das Leben meines Hundes an einem Faden. Eine Geschichte über eine Operation in letzter Minute, über ein Stachelschwein als Vorbote – und über die Verwundbarkeit, die wir mit den Tieren teilen.

In the Summertime [06. Juli 2026]

In meiner Einsiedelei gibt es Sommertage, die all das enthalten: Da gibt es Schönheit, es gibt Lärm, Sorge und Trost. Heute ist so ein Tag.

Kürzlich war ich im Gefängnis. Doch keine Bange: Als Journalist war ich dort, und es ging um eine Reportage über den Wert des Schachspielens hinter Gittern.

Im Bann der Gedanken [05. Mai 2026]

Hinter dem Chaos unserer Tage steht eine Spielform von digitaler Hypnose. Wir leben in einer «Hypnokratie». Andrea Colamedici hat dazu eine philosophische Analyse vorgelegt. Überraschenderweise führt sie ins Innere.

Drama, per favore! [03. April 2026]

Italiens Männerteam ist zum dritten Mal in Folge nicht für eine Fussballweltmeisterschaft qualifiziert. Ist das ein Problem für die nationale Psyche? Nein, im Gegenteil.

Grossmutters Porzellan [01. März 2026]

Bringen Scherben Glück? Ganz sicher, ja. In diesem Fall, der sich an einem schönen Sonntag ergab, haben Scherben sogar noch viel mehr gebracht.

Der Trick mit dem Anker [05. Januar 2026]

Das neue Jahr kommt wie eine grosse Welle auf uns zu, sagen die Sternedeuter. Wer sich nicht darauf versteht, beizeiten abzutauchen, wird überrollt.

Ein Diebstahl ist niemandem zu wünschen. Falls es doch geschieht, so ist es ratsam, dieses Geschenk anzunehmen. Der Vorfall führte mich jedenfalls auf wirbelnde Gewässer und bereicherte mich auf eine Weise, die ich mir nie erträumt hätte.

Ganz bei sich [04. November 2025]

Es gab einmal eine Zeit, da brauchte ich «viel Zeit für mich». Ja, tatsächlich! «Zeit für mich»! Das war das Losungswort, um «mehr bei mir zu sein». Noch besser, um endlich «ganz bei mir» zu sein. Was für ein Witz!

Der Oktober ist der zehnte Monat im Jahr – eine runde Zahl, die Vollständigkeit symbolisiert. Die Zehn steht zugleich für das Ende und für den Anfang. Sie bringt die stete Steigerung der einstelligen Zahlen zu einem Abschluss und schafft gleichzeitig einen Übergang zu dem, was danach kommt – dem…

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