SPUREN Blog von Marc Zollinger

Marc Zollinger lebt in den Bergen bei Rieti, nordöstlich von Rom. Er berichtet für die NZZ aus Italien, schreibt Globi-Bücher und ist seit vielen Jahren Schüler des Sri Papaji Centers, das von der italienischen Advaita-Meisterin Neeraja geleitet wird.

Beiträge von Marc Zollinger

Drama, per favore! [03. April 2026]

Italiens Männerteam ist zum dritten Mal in Folge nicht für eine Fussballweltmeisterschaft qualifiziert. Ist das ein Problem für die nationale Psyche? Nein, im Gegenteil.

Grossmutters Porzellan [01. März 2026]

Bringen Scherben Glück? Ganz sicher, ja. In diesem Fall, der sich an einem schönen Sonntag ergab, haben Scherben sogar noch viel mehr gebracht.

Der Trick mit dem Anker [05. Januar 2026]

Das neue Jahr kommt wie eine grosse Welle auf uns zu, sagen die Sternedeuter. Wer sich nicht darauf versteht, beizeiten abzutauchen, wird überrollt.

Ein Diebstahl ist niemandem zu wünschen. Falls es doch geschieht, so ist es ratsam, dieses Geschenk anzunehmen. Der Vorfall führte mich jedenfalls auf wirbelnde Gewässer und bereicherte mich auf eine Weise, die ich mir nie erträumt hätte.

Ganz bei sich [04. November 2025]

Es gab einmal eine Zeit, da brauchte ich «viel Zeit für mich». Ja, tatsächlich! «Zeit für mich»! Das war das Losungswort, um «mehr bei mir zu sein». Noch besser, um endlich «ganz bei mir» zu sein. Was für ein Witz!

Der Oktober ist der zehnte Monat im Jahr – eine runde Zahl, die Vollständigkeit symbolisiert. Die Zehn steht zugleich für das Ende und für den Anfang. Sie bringt die stete Steigerung der einstelligen Zahlen zu einem Abschluss und schafft gleichzeitig einen Übergang zu dem, was danach kommt – dem…

Wie weiss man, ob es die überpersönliche Intuition war, die einem etwas zugeflüstert hat, jene Stimme von «oben»? Oder ob der Gedanke nur ein Hirngespinst ist, diktiert vom kapriziösen Geist? Ein Beispiel aus meinem Paradies.

Das Glück ganz oben [04. August 2025]

Was macht uns denn so glücklich, wenn wir auf einem einsamen Berggipfel stehen? Was genau suchen wir dort oben? Die Antwort ist denkbar einfach: Es ist die Abwesenheit von Begehren, die wunschlos glücklich macht.

In diesen Tagen frage ich mich immer wieder, wie ich das bloss verdient habe. Eben noch wohnte ich in Hölle und Fegefeuer. Nun bin ich umgezogen in ein kleines Paradies.

Alle ins All [03. Juni 2025]

Was suchen wir nur immerfort? Ich bin soeben aus Venedig zurück, wo eine Messe für Weltraumfahrt stattfand. Es ist beeindruckend, wie sehr die Leute davon überzeugt sind, dort draussen im All ihr Glück zu finden.

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