Ausgabe 121 / Herbst 2016

Spuren Ausgabe 121 Herbst 2016

«Ja, hallo, wie geht es dir?» «Danke, gut. Und selber: Wie hast du es so?» «Danke, ich kann nicht klagen. Vor Kurzem war ich ja im Urlaub, obwohl mir das vorkommt, als wär es bereits Monate her …» Und so weiter. Was man halt so sagt bei solcher Gelegenheit. Mehrmals am Tag das gleiche Ritual, mit dem wir uns gegenseitig bedeuten, Interesse am Gegenüber und an dessen Wohlergehen zu haben.

Nicht wirklich. Doch darum geht es ja nicht. Das wissen wir irgendwie alle. Und doch kommen wir von den Floskeln nicht los. Sie dienen der Überleitung, bis wir zur Sache kommen. Oder auch nicht. Dann haben wir dem anderen immerhin signalisiert, dass wir uns grundsätzlich für ihn und sein Wohlergehen interessieren.

Falls wir es wirklich wissen wollen, tun wir gut daran, eine Aussage mit Substanz bereit zu halten. Und dazu sollten wir wissen, wie es uns selber geht. Gerade jetzt. Die Frage kehrt sich um: Wie geht es mir? Habe ich Kummer, Hunger, oder bin ich krank? Das alles – und noch viel mehr – gehört zum Menschsein. Es gibt auch Glück, Niedergeschlagenheit, Kopfschmerz, Liebe, Angst, Freude, Lust, Müdigkeit, Trauer, Gebrechen, Schmetterlinge im Bauch, Völlegefühl, Zufriedenheit, Hals- und Beinbruch, Menstruationsbeschwerden, Überschwang – all dies hat uns das Leben zu bieten. Ob das Gegenüber das von uns wissen will, lässt sich schlecht voraussagen. Solange wir es für uns behalten, werden wir es bestimmt nicht erfahren.

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