Ausgabe 105 / Herbst 2012

Dass die Vorstellung entstand, die Maya hätten auf den 21. Dezember 2012 den Untergang der Welt vorausgesagt, hat wohl weniger mit den amerikanischen Ureinwohnern zu tun als mit der in unserer Gesellschaft weit verbreiteten Angst und Untergangsstimmung. Woher die rührt, kann man sich eigentlich denken. Seit der Club of Rome die Grenzen des Wachstums verzeichnete, hat sich herumgesprochen, dass wir als globale Gemeinschaft von einem Vorrat zehren, der rapide zur Neige geht. Wir sind zwar ständig unterwegs, doch in wesentlichen Dingen herrscht lähmender Stillstand. Das von Fritjof Capra («Wendezeit») in Aussicht gestellte solare Zeitalter ist – wenn überhaupt – erst als zarte Morgenröte zu erkennen. Statt die Wende anzupacken, vertreiben wir uns die Zeit mit noch einer Runde Schwarzer Peter. Beim Mischeln der Karten beschleichen uns apokalyptische Visionen.

Wende, Ende oder was?

Am Tief- und Wendepunkt seien wir, meint Armin Risi. Alles bleibt gut, behauptet Claude Jaermann. Zwei Meinungen zum Thema (W)Ende[mehr]


Schwerelos

Der Schweizer Dokumentarfilm geht grenzwissenschaftlichen Fragen nach und lässt Direktbetroffene zu Worte kommen.[mehr]


Nie mehr jammern

Eine Enttäuschung nach der anderen, garniert mit einem Haufen geplatzter Träume – wenn das kein Grund zum Klagen ist. Doch das soll sich jetzt ändern: Der Versuch, aus dem Gewohnheitskarussell des Jammerns auszusteigen.[mehr]


Schuld lass nach

Kaum ein Tag vergeht ohne Schreckensmeldungen zum Euro. Wo viel Schulden sind, ist auch die Schuldfrage nicht weit. Was es jetzt braucht, sind Nachlass und Versöhnung.[mehr]


Anna Gamma - die Meisterin

Diesen Sommer wurde sie in einer feierlichen Zeremonie zur Zen-Meisterin geweiht: Anna Gamma, die langjährige Leiterin des Lassalle-Instituts, wo christliche und buddhistische Meditation gelehrt werden. Wie ist sie dazu gekommen?[mehr]


Das verlassene Kind

Die Mutterliebe, das innige Band zwischen Mutter und Kind, gilt als Inbegriff des Menschlichen überhaupt. Doch über dieser Beziehung droht ein Schatten, und viele Menschen leiden daran, den Abgrund des Verlassenseins erfahren zu haben. Von Martin Frischknecht[mehr]


Weitere Themen in der Ausgabe SPUREN Nr. 105 Herbst 2012

Sannyasins – Porträts von Schülern des indischen Meisters Osho und was aus ihnen geworden ist.
Warum der Granatapfel auf jeden Speiseplan gehört.
Johannes Heimrath beschwört den Kollaps und die Gesellschaft danach.
Yoga der Ernährung beleuchtet den Hunger hinter dem Hunger.
Das verlassene Kind: Mutter und Kind und die Angst um Verlassenheit.
Ein Wochenende bei Joao de Deus.
Tierische Lektüre vorgestellt von Eva Rosenfelder.
More than Honey – ein Film auf der Spur nach den Gründen des Bienensterbens.




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