Buch des Monats

Chakren
von Shai Tubali

«Wenn etwas unsichtbar ist, heißt das nicht, dass es unwichtig ist, ganz so, wie das Wissen um Atome eine notwendige Voraussetzung für das Verständnis von Materie ist.» Mit beinahe wissenschaftlicher Genauigkeit entblättert Shai Tubali in «Chakren» (Neue Erde Verlag, Saarbrücken 2013) die Wirkungsweise unserer sieben Energiekörper. Neben ausführlichen Tests zur Chakrenanalyse gibt Tubali Tipps, wie Unausgeglichenheiten behoben werden können. Dabei verrennt er sich nicht selten in überhöhte Ansprüche an den Bewusstseinszustand seines Publikums. Denn: Genauso wenig wie man sich nach der Lektüre eines Anatomieatlas selbst den Blinddarm entfernen kann, ist es für unsereins möglich, seine Vorschläge allein in die Tat umzusetzen. Rezension von Sagita Lehner [mehr]


Achtsamkeit erleben
von Maike Bauer

Was wird wohl morgen bei der Arbeit schief gehen? Warum hat mein Partner gestern so genervt gewirkt? – «innere Filme» nennt Maike Bauer solche Überlegungen. Oft identifizieren wir uns mit Gefühlen und Gedanken. Das erschwert es, den gegenwärtigen Moment unmittelbar wahrzunehmen. Bauers Buch bietet eine reiche Auswahl an Anregungen, meditativen Erzählungen und Übungen zur Schulung der Achtsamkeit, die sich leicht in den Alltag einbauen lassen. Wird die Aufmerksamkeit bei der Übung «Ins Herz lächeln» liebevoll auf den Herzraum gerichtet, kann dies zu tiefen Einsichten über sich selbst führen. Und nehmen wir es mit allen Sinnen wahr, bietet auch das ganz Alltägliche viele Erkenntnisse. So wandelt sich zum Beispiel der Weg zur Bushaltestelle im strömenden Regen von einem notwendigen Übel zu einer faszinierenden Erfahrung, wenn die Geräusche der Tropfen auf dem Asphalt und das Rauschen der Bäume bewusst gehört werden. Dieses Buch regt dazu an, auch scheinbar Bekanntem mit Neugierde zu be[mehr]


Archetypen
von Caroline Myss

Da hat sich’s mal wieder eine einfach gemacht, wollte ich gleich ausrufen, als ich den Titel «Archetypen» (Integral Verlag, München 2014) sah. Doch Caroline Myss hat mich überrascht: Anstatt ein paar Bestseller zum Thema abzukupfern, hat sie eine Archetypenlehre entworfen, die eine derart hohe Aktualität besitzt, dass man dieses Buch schon in zehn Jahren nicht mehr wird lesen können. In ihrem neusten Werk stellt Myss zehn Archetypen vor (unter anderen den Sportler, den Intellektuellen und den spirituellen Sucher), in denen sich der Leser rasch wiedererkennt. Hat man sich erst mal «selbst gefunden», warten Tipps und Checklisten darauf, aus jedem Typ das volle Potenzial herauszukitzeln. (Rezension von Sagita Lehner)[mehr]


Bin auf Selbstsuche – komme gleich wieder
von Maria Bachmann

Eine Schauspielerin, die zwanzig Jahre auf Sets von Fernsehserien verbracht hat, könnte sich schon irgendwann zu fragen beginnen, wer sie wirklich ist. Und dabei wäre «Maria Bachmann» erst der Anfang einer hart erkämpften Antwort. «Bin auf Selbstsuche – komme gleich wieder» (Ludwig Verlag, München 2013) ist eigentlich ein Meditationsbuch, denn man sollte schon komplett abschalten können, um neben der Stimme der Autorin auch noch die eigene Stimme im Kopf zu ertragen. Als Bridget Jones der Spirituellen tapst Maria Bachmann mit einer seltenen Mischung aus Naivität und scharfer Beobachtungsgabe von einer Verheissung zur nächsten. Doch dann, bei Samarpan Golden, wird ihr Kopf plötzlich «so leer wie ein Parkhaus an Heiligabend». (Rezension von Sagita Lehner)[mehr]


Roadtrip mit Guru
von Timm Kruse

Journalisten haben auf dem Weg zur Erleuchtung einen entscheidenden Vorteil: So ist der viel besungene «Beobachter» bei ihnen ein fest installierter Modus – den sie allerdings auch schwer wieder loswerden. Die spitze Feder wie eine Waffe vor sich hertragend, halten sie das Leben auf Distanz. Können Sie sich vorstellen, was einen NDR-Fernsehredaktor dazu bringen könnte, sich schluchzend an den Lunghi eines indischen Heiligen zu klammern? In «Roadtrip mit Guru» (Eden Books, Hamburg 2014) erzählt Timm Kruse seine wahre Geschichte – wie er zu Hause alles aufgab, um mit einem namentlich nicht genannten, bei uns jedoch gut bekannten Erleuchteten um die Welt zu reisen. Und dabei begann alles so harmlos: «650 Euro plus Kost und Logis. Ich hätte gedacht, dass Erleuchtung teurer wäre, und buchte.» Rezension von Sagita Lehner[mehr]


Transcendent Sex
von Jenny Wade

Wenn die Hüllen fallen und Menschen intim werden, kann es geschehen, dass auch mental-geistige Schleier fallen und sich in der sexuellen Ekstase ein Fenster in eine andere Wirklichkeit auftut. Bei Praktikern von Kundalini-Yoga und tantrischer Liebeskunst würde das den Vorgaben entsprechen, doch wenn es Menschen unverhofft zustösst, die nicht im Geringsten darauf vorbereitet sind, ist das eine überraschende, zuweilen als peinlich empfundene Sache. Als «Transcendent Sex» (Aquamarin Verlag, Grafing 2014) bezeichnet das Jenny Wade, wobei sie ausgeht von einer eigenen Erfahrung und deren nachhaltigen Folgen. Die Autorin hat mit gut neunzig Gewährsleuten gesprochen, denen ähnliches geschah, und präsentiert ein faszinierendes Panoptikum an Falllgeschichten. Vielleicht ist das Phänomen ja weit verbreitet und wir stehen am Anfang einer Welle von Bekenntnissen zu Bett und Gott. Rezension von Martin Frischknecht[mehr]


«Auf dem Weg des Schweigens»
von Dieter Mittelsen Scheid

Vorab eine Warnung: Wenn Sie dieses Buch lesen, werden Sie Ihre Sommerferien in der Toskana verbringen – schweigend. Noch während man liest, möchte man sogleich in den Zug steigen und in einem Ort namens Poci eine Woche lang den Mund halten. Dieter Mittelsen Scheid macht das nicht das erste Mal – schon seit über dreissig Jahren leitet der Arzt und Psychotherapeut Schweige- und Bewusstseinsgruppen im eigenen Zentrum in Italien. Im Buch «Auf dem Weg des Schweigens» (Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Berlin 2013) lässt er den Leser so nahe an seine eigenen Erfahrungen heran, dass die unmittelbar gelebte Stille auf einen überzugehen scheint. Ein Glück gibt es Menschen, die schweigen können – und etwas zu sagen haben. Rezension von Sagita Lehner[mehr]


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