Buch des Monats

White Light
von Shai Tubali

«Die Kraft des Ausdehnungsprozesses im White Light liegt darin, die Person immer und immer wieder auf sehr systematische Weise in den nicht kausalen Zustand der Stille zu führen, die jenseits des Denkens liegt.» Mit den vorgeschlagenen, gut beschriebenen Übungen zur Ausdehnung des Bewusstseins gelinge das sehr viel schneller und dauerhafter als mit sonst einer Methode, verspricht der international tätige, in Deutschland wohnhafte spirituelle Lehrer Shai Tubali. Er ist der Ansicht, die Aufgabe einer authentischen Spiritualität bestehe nicht darin, Leiden zu mildern. Sie soll uns helfen zu reifen, damit wir uns verantwortungsvoll weiterentwickeln und schliesslich Ebenen erreichen, auf denen Leiden ein Ding der Unmöglichkeit ist. Verengung, sagt er, ist Leiden, Glück hingegen ist der bewusste Prozess der Ausdehnung des Bewusstseins in die fünf Ebenen, die dabei aufwachen. Er schlägt vor, die White-Light-Technik als tägliche Meditationsübung zu nutzen. Bei dieser Methode geht es nicht dar[mehr]


Buddha@Work
von Sandy Taikyu Kuhn Shimu

«Buddha@Work» – der modisch flotte Titel und die fröhlich farbige Gestaltung dieses Buches soll nicht in die Irre führen: Sandy Taikyu Kuhn weiss genau, wovon sie spricht, und sie tut es mit hoher Kompetenz. Die Zürcher Co-Leiterin einer Schule für Kampfkunst mit nunmehr sechs Ablegern, diese Zen-Meisterin und Yogalehrerin steht mitten im Berufsleben. Sie schafft es, die altehrwürdige asiatische Weisheitslehre in übungstaugliche Portionen zu verpacken und sie in zeitgemässer Sprache zu präsentieren. Neben inspirierenden Texten zu Themen wie Work-Life-Balance, Geld und Erfolg umfasst ihr neues Werk einen Wochenplan zu einem gründlegenden Umbau der eigenen Berufstätigkeit. «Erfolg ist», so lautet eine von vielen Definitionen, «wenn Sie mit einem Lächeln und einem guten Gefühl den Tag beginnen und abends zufrieden und glücklich ins Bett fallen». (Rezension: MF)[mehr]


Jeder Mensch ist ein Mystiker
von Abraham H. Maslow

Wie eine Flaschenpost aus einer anderen Zeit kommt dieses Buch zu uns. Im englischen Original sind die darin versammelten Texte vor rund fünfzig Jahren erstmals erschienen, bei uns auf Deutsch sind sie gerade eben angekommen: «Jeder Mensch ist ein Mystiker» (Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2014) von Abraham H. Maslow. Was heute wie eine allgemeingültige Aussage daherkommt, war damals eine verwegene Behauptung von weitreichender Bedeutung. Der Verfasser ist dafür bekannt, in die Psychologie des zwanzigsten Jahrhunderts die sogenannte Maslow'sche Bedürfnispyramide eingeführt zu haben: Ganz unten und grundlegend strebt der Mensch nach der Befriedigung seiner materiellen Bedürfnisse, darüber folgen die Bedürfnisse nach Sicherheit, nach sozialer Einbindung, weiter oben das Streben nach Individuelität und schliesslich das nach Selbstverwirklichung. Was weit weniger Beachtung fand: In seinen späten Jahren hat Abraham H. Maslow seiner Pyramide gewissermassen die Krone aufgesetzt, indem er po[mehr]


Wie vor Was
von Karl-Ludwig Leiter

Karl-Ludwig Leiter ist ein erfahrener und – bei ihm darf man wohl sagen «gut abgehangener» – deutscher Meditationslehrer, der bereits Generationen von Schülern auf dem Sitzkissen begleitet hat. Mit seinem ersten Buch bringt er wesentliche Inhalte in grosser Frische auf den Punkt und formuliert dazu die griffige Formel «Wie vor Was» (Arkana Verlag, München 2014). Tatsächlich kommt es weniger darauf an, was wir tun, als wie wir es tun, Qualität geht vor Quantität, die innere Haltung zählt mehr als der äussere Schein. Diese Wahrheit vertritt der Autor in sämtlichen Lebensbereichen überzeugend, und er scheut nicht davor zurück, sie mit Beispielen aus dem eigenen Leben zu illustrieren. «Gut gebrüllt, Löwe!», möchte man dem in der Shambhala-Tradition des tibetischen Meisters Chögyam Trungpa Lehrenden zurufen und dem Leser zugleich die Mahnung mitgeben, sich an dieser geballten Ladung nicht zu überessen, sondern sie sich – wieder so ein Wie vor Was! – fein achtsam kapitelweise zuzuführen. (R[mehr]


Das Tao des Drachen
von Dirk Grosser

Der Drache, das im Westen von Rittern verfolgte Untier, steht in Asien für «das einfache Sein im Augenblick, für ein grenzenloses und unergründliches Leben». So berührt einen Dirk Grossers Geschichte vom Wanderer, der nach den Drachen sucht, mit ihrer schwerelosen Weisheit, und sie ermöglicht allen Altersgruppen einen intuitiven Zugang jenseits des Verstehens. Meditative Tier- und Landschaftsfotos laden ein, innezuhalten und runden die Erscheinung dieses ungewöhnlich reich bebilderten Taschenbuchs thematisch passend ab. «Das Tao des Drachen» (Schirner Verlag, Darmstadt 2014) ist ein Buch, das man immer wieder hervornehmen möchte, sei es um sich Rat zu holen, eine der Übungen zu machen oder gedanklich in weite Wälder einzutauchen. Nun, Sie werden erstaunt sein, dass zwischen zwei Buchdeckeln gleich mehrere Drachen auf Entfaltung warten. (Rezension von Sagita Lehner)[mehr]


Die alte Göttin und ihre Pflanzen
von Wolf-Dieter Storl

Am besten machen Sie es sich mit dem neuen Buch von Wolf-Dieter Storl zu Hause mit einer Kanne Tee an einem langen, dunklen Abend so richtig gemütlich – so schnell werden Sie Ihren Leseplatz nicht mehr verlassen! Von einer Generation der nächsten und übernächsten weitererzählt, geben uns Märchen eine erhellende Kunde (Mär) von altem Wissen und den tiefen Zusammenhängen seelischer Prozesse. Wolf-Dieter Storl, der bekannte Kulturanthropologe und Ethnobotaniker, nimmt den Leser und die Leserin auf überaus kluge, ja weise Art mit auf eine faszinierende Reise, zum Beispiel ins Reich der Holle (Holunder), der grossen Göttin. Er macht in seinen spannenden Ausführungen viele Querverbindungen zu den verschiedensten Gottheiten, Pflanzen, Heilwissen und Brauchtum. Wie unsere Ahnen lebten, was sie glaubten und wie sie mit dem Kosmos und dem Werden und Vergehen eins waren und was sie uns mit ihren Geschichten für Geschenke hinterlassen haben. Von der naturnahen damaligen Welt bekommen wir aus dem B[mehr]


Chakren
von Shai Tubali

«Wenn etwas unsichtbar ist, heißt das nicht, dass es unwichtig ist, ganz so, wie das Wissen um Atome eine notwendige Voraussetzung für das Verständnis von Materie ist.» Mit beinahe wissenschaftlicher Genauigkeit entblättert Shai Tubali in «Chakren» (Neue Erde Verlag, Saarbrücken 2013) die Wirkungsweise unserer sieben Energiekörper. Neben ausführlichen Tests zur Chakrenanalyse gibt Tubali Tipps, wie Unausgeglichenheiten behoben werden können. Dabei verrennt er sich nicht selten in überhöhte Ansprüche an den Bewusstseinszustand seines Publikums. Denn: Genauso wenig wie man sich nach der Lektüre eines Anatomieatlas selbst den Blinddarm entfernen kann, ist es für unsereins möglich, seine Vorschläge allein in die Tat umzusetzen. Rezension von Sagita Lehner [mehr]





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