Buch des Monats

Wie Träume wahr werden
von Gerald Hüther, Sven O. Müller & Nicole Bauer

Offen gestanden: Dass Ihnen hier ein Buch über The Race Across America, eines der härtesten Radrennen der Welt, unterkommt, das hätte selbst die Rezensentin nicht erwartet. Das Buch von Gerald Hüther, Sven Ole Müller und Nicole Bauer «Wie Träume wahr werden» (München, Goldmann, 2018) ist eine Überraschung, oder besser gesagt ist es eine wunderbare Bestätigung, dass Lesen ein unersetzliches Abenteuer bleibt. Interessiert Sie der Unterschied zwischen Erfolg und Gelingen; zwischen Ziel und Anliegen; möchten Sie wissen, was Disziplin mit Träumen zu tun hat oder wie man miteinander Kraft entwickeln kann, wenn man sich nicht gegenseitig benutzt? Im Wechsel beschreiben die drei Autoren die Umsetzung eines aussergewöhnlichen Plans, vom Auslöser, über die erste Idee, die Suche nach geeigneten Teammitgliedern, das Training, die Teambildung und Erprobung logistischer Abläufe, die Vorbereitungszeit im persönlichen Umfeld, das Rennen selbst und die Zeit danach beziehungsweise, was für Auswirkunge[mehr]


Physik und Bewusstsein
B. Alan Wallace

B. Alan Wallace rollt in «Physik und Bewusstsein» (Crotona, Amerang 2018) mit lebendigem Sachverstand und bereicherndem Detailwissen die Geschichte unseres materialistischen Weltbildes auf. Der eminente amerikanische Bewusstseinsforscher und Buddhist erklärt in seinem neuen Werk aber auch die Grundlagen und Ziele fernöstlicher meditativer Praxis. Wer wissen will, wie sich Geist und Bewusstsein in Zukunft wesensgerecht erforschen und erklären lassen, und wie jeder Mensch diese wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Verbesserung seiner Lebensqualität anwenden kann, der oder die lese dieses Buch! Wer sich für die Geschichte der Naturwissenschaften und im Speziellen für Quantenphysik begeistern kann, wird richtig zufrieden aus der Lektüre hervorgehen. Und wer verstehen möchte, wo sich eine tägliche spirituelle Praxis und Quantentheorie treffen, gewinnt ebenso. Bleibt abzuwarten, ob die klassischen Naturwissenschaften es wagen werden, Geist und Bewusstsein als relevante Forschungskategorien,[mehr]


Moonshiner – Gedichte & Songs
von Adrian Naef

Seit 1975 könnte er jedem ein Begriff sein. Schon Max Frisch hat sich für das lyrische Schaffen von Adrian Naef interessiert, die NZZ bezeichnete ihn als Tausendsassa. Sein Schaffen umfasst Romane, Essays, Songtexte und mehrere Lyrikbände, der jüngste: Moonshiner (weissbooks, Frankfurt 2017), in dem der Leser in der Schwebe gehalten, mit einem frechen Griff um die Ecke geführt wird; das Alltägliche, nicht der Rede werte wie das Abgründige, kaum in Worte zu Fassende begegnet uns in diesem Band. Mal gereimt, mal im Stile oder in Gedenken an … , auch mal im Stile des Haikus, witzig, nachdenklich, politisch, immer mit frischem Blick; sich der Einordnung entwindend, ist dieses handliche Buch ein wunderbarer Begleiter durch winterneblige Tage. (Rezension: Nele Pintelon)[mehr]


Om – Ursprache der Seele
von Balaji També

Shri Balaji També ist spiritueller Meister, Ingenieur, Künstler, Autor, Sänger und Komponist, aber auch einer der weltweit bekanntesten Ayurveda-Experten. In seinem neuesten Buch «Om – Die Ursprache der Seele» (Arkana Verlag, München 2017) stellt der indische Arzt sein Santulan-Programm für ganzheitliche Gesundheit und spirituelle Entwicklung vor. Man kann es sich als intelligente Meditationstechnik vorstellen, die unsere angeborene Infrastruktur nutzt, um unsere ausserkörperlichen Erfahrungen weiterzuentwickeln und somit eine bessere Verbindung zum Selbst herzustellen. Diese Methode soll positiv auf das Nervensystem einwirken und mehr Potenzial im Gehirn freisetzen. Sie basiert auf den drei miteinander verknüpften Lebenswissenschaften des alten Indien: Ayurveda, Yoga und den Veden, die alle Energieaspekte des Lebens beschreiben. També bezieht sich auf verschiedene Mantras und Meditationen, Asanas und Atemübungen zur Harmonisierung von Körper, Geist und Seele. Der äussere Erfolg wird [mehr]


#fomo
von Manfred Poser

Hier kommt ein neuer Trend, und den sollten Sie nicht verpassen: #fomo (Crotona Verlag, Amerang 2018) heisst ausgeschrieben «fear of missing out», und das wiederum meint die in Zeiten von flächendeckender Internetverbreitung grassierende Angst, etwas Wichtiges, das gerade im Netz kursiert, zu verpassen. Diese Angst führt dazu, dass ein wachsender Teil der Menschheit enorm viel Lebenszeit an Bildschirmchen verbringt – und dabei wohl tatsächlich in seinem Leben wesentliche Erfahrungen in real-time verpasst. War‘s das? Könnte man sich fragen beim Lesen von Manfred Posers neuem Sachbuch, das mit Zitaten aus der Bibel, von Chögyam Trungpa, aber auch von Bloggern das Phänomen aus verschiedenen Blickwinkeln gründlich ausleuchtet. Wenig überraschend kommt der Autor zum Schluss, bei der digitalen Datenmenge, die wir uns tagein, tagaus zuführen, sei weniger mehr. Erdung, Meditation und Digital Detox, also ein bewusstes Sich-Ausklinken, werden als wirksame Mittel gegen fomo aufgeführt. (Rez: MF)[mehr]


Wahre Freiheit
von Jack Kornfield

Jack Kornfield gehört zur ersten Generation von Sinnsuchern, die aus einem asiatischen Kloster in den Westen zurückkehrten und bei uns die buddhistische Einsichtsmeditation lehren. Wer bei ihm einen Kurs besucht, lässt sich auf ausgedehnte Zeiten des achtsamen Sitzens und Schweigens ein; die vielen Gedanken und Geschichten, die einem so durch den Kopf gehen, werden dabei idealerweise weniger, und sie verstummen. Doch Jack Kornfield ist ein begnadeter Erzähler, die Lehrgeschichten, die er in seinem neuen Buch «Wahre Freiheit» (O.W. Barth, München 2018) ausbreitet, sind eine kostbare Sammlung an Weisheiten. Das eine braucht das andere eben nicht auszuschliessen, und gerade Kornfields Menschlichkeit und Herzensgüte sind Qualitäten die uns dabei untersützen können, inspiriert von seinen Geschichten die Stille zu finden. (Rezension: MF)[mehr]


Steine im Bauch
von Robin Rehmann

Einige begeben sich auf den Jakobsweg, um Erleuchtung zu erlangen: Robin geht durch Scheisse, und das wortwörtlich. Ich behaupte ja schon lange, dass man aus Scheisse Gold machen könne, und Robin kann das verdammt gut. Warum solche Kraftausdrücke für «Steine im Bauch – Mein Leben mit Colitis Ulcerose» (Komplett Media, Grünwald 2017) von Robin Rehmann passend sind, beantwortet die Geschichte über seine Krankheit gleich selbst: Während andere Fingernägel kauen, macht sich Robin in die Hose. Der Autor erzählt von seiner Darmkrankheit, tabulos und offen, wie ich es noch nie erfahren habe, wobei ich gleichzeitig weinen und lachen musste. Ein Buch mit viel Humor und Tragik, ein Buch, das Herz und Verstand erweitert, ein Buch, das Abnormes in Normales wandeln könnte – danke für deine Offenheit, Robin, danke. (Rezension: Doris Nachtigal)[mehr]


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