Buch des Monats

Moonshiner – Gedichte & Songs
von Adrian Naef

Seit 1975 könnte er jedem ein Begriff sein. Schon Max Frisch hat sich für das lyrische Schaffen von Adrian Naef interessiert, die NZZ bezeichnete ihn als Tausendsassa. Sein Schaffen umfasst Romane, Essays, Songtexte und mehrere Lyrikbände, der jüngste: Moonshiner (weissbooks, Frankfurt 2017), in dem der Leser in der Schwebe gehalten, mit einem frechen Griff um die Ecke geführt wird; das Alltägliche, nicht der Rede werte wie das Abgründige, kaum in Worte zu Fassende begegnet uns in diesem Band. Mal gereimt, mal im Stile oder in Gedenken an … , auch mal im Stile des Haikus, witzig, nachdenklich, politisch, immer mit frischem Blick; sich der Einordnung entwindend, ist dieses handliche Buch ein wunderbarer Begleiter durch winterneblige Tage. (Rezension: Nele Pintelon)[mehr]


Om – Ursprache der Seele
von Balaji També

Shri Balaji També ist spiritueller Meister, Ingenieur, Künstler, Autor, Sänger und Komponist, aber auch einer der weltweit bekanntesten Ayurveda-Experten. In seinem neuesten Buch «Om – Die Ursprache der Seele» (Arkana Verlag, München 2017) stellt der indische Arzt sein Santulan-Programm für ganzheitliche Gesundheit und spirituelle Entwicklung vor. Man kann es sich als intelligente Meditationstechnik vorstellen, die unsere angeborene Infrastruktur nutzt, um unsere ausserkörperlichen Erfahrungen weiterzuentwickeln und somit eine bessere Verbindung zum Selbst herzustellen. Diese Methode soll positiv auf das Nervensystem einwirken und mehr Potenzial im Gehirn freisetzen. Sie basiert auf den drei miteinander verknüpften Lebenswissenschaften des alten Indien: Ayurveda, Yoga und den Veden, die alle Energieaspekte des Lebens beschreiben. També bezieht sich auf verschiedene Mantras und Meditationen, Asanas und Atemübungen zur Harmonisierung von Körper, Geist und Seele. Der äussere Erfolg wird [mehr]


#fomo
von Manfred Poser

Hier kommt ein neuer Trend, und den sollten Sie nicht verpassen: #fomo (Crotona Verlag, Amerang 2018) heisst ausgeschrieben «fear of missing out», und das wiederum meint die in Zeiten von flächendeckender Internetverbreitung grassierende Angst, etwas Wichtiges, das gerade im Netz kursiert, zu verpassen. Diese Angst führt dazu, dass ein wachsender Teil der Menschheit enorm viel Lebenszeit an Bildschirmchen verbringt – und dabei wohl tatsächlich in seinem Leben wesentliche Erfahrungen in real-time verpasst. War‘s das? Könnte man sich fragen beim Lesen von Manfred Posers neuem Sachbuch, das mit Zitaten aus der Bibel, von Chögyam Trungpa, aber auch von Bloggern das Phänomen aus verschiedenen Blickwinkeln gründlich ausleuchtet. Wenig überraschend kommt der Autor zum Schluss, bei der digitalen Datenmenge, die wir uns tagein, tagaus zuführen, sei weniger mehr. Erdung, Meditation und Digital Detox, also ein bewusstes Sich-Ausklinken, werden als wirksame Mittel gegen fomo aufgeführt. (Rez: MF)[mehr]


Wahre Freiheit
von Jack Kornfield

Jack Kornfield gehört zur ersten Generation von Sinnsuchern, die aus einem asiatischen Kloster in den Westen zurückkehrten und bei uns die buddhistische Einsichtsmeditation lehren. Wer bei ihm einen Kurs besucht, lässt sich auf ausgedehnte Zeiten des achtsamen Sitzens und Schweigens ein; die vielen Gedanken und Geschichten, die einem so durch den Kopf gehen, werden dabei idealerweise weniger, und sie verstummen. Doch Jack Kornfield ist ein begnadeter Erzähler, die Lehrgeschichten, die er in seinem neuen Buch «Wahre Freiheit» (O.W. Barth, München 2018) ausbreitet, sind eine kostbare Sammlung an Weisheiten. Das eine braucht das andere eben nicht auszuschliessen, und gerade Kornfields Menschlichkeit und Herzensgüte sind Qualitäten die uns dabei untersützen können, inspiriert von seinen Geschichten die Stille zu finden. (Rezension: MF)[mehr]


Steine im Bauch
von Robin Rehmann

Einige begeben sich auf den Jakobsweg, um Erleuchtung zu erlangen: Robin geht durch Scheisse, und das wortwörtlich. Ich behaupte ja schon lange, dass man aus Scheisse Gold machen könne, und Robin kann das verdammt gut. Warum solche Kraftausdrücke für «Steine im Bauch – Mein Leben mit Colitis Ulcerose» (Komplett Media, Grünwald 2017) von Robin Rehmann passend sind, beantwortet die Geschichte über seine Krankheit gleich selbst: Während andere Fingernägel kauen, macht sich Robin in die Hose. Der Autor erzählt von seiner Darmkrankheit, tabulos und offen, wie ich es noch nie erfahren habe, wobei ich gleichzeitig weinen und lachen musste. Ein Buch mit viel Humor und Tragik, ein Buch, das Herz und Verstand erweitert, ein Buch, das Abnormes in Normales wandeln könnte – danke für deine Offenheit, Robin, danke. (Rezension: Doris Nachtigal)[mehr]


Resilienz: Der Wir-Faktor
von Gregor Hasler

Wenn der Chefarzt einer Uniklinik für Psychiatrie derart neuzeitliches Wissen vertritt und wie es scheint auch umsetzt, so gibt das Anlass zu Hoffnung. Hoffnung, dass in Zukunft weniger pathologisiert und stattdessen umso menschengerechter therapiert wird. Gregor Hasler zeigt in «Resilienz: Der Wir-Faktor» (Schattauer Verlag, Stuttgart 2017) wie Beziehungen und insbesondere deren Qualität die Resilienz, das heisst die psychische Widerstandskraft, markant steigern. Und dadurch natürlich auch die körperliche Gesundheit. Mit vielen Studien untermauert, weist der Autor dieses sehr empfehlenswerten Buches die Effizienz des Wir-Faktors nach. Und das in einem unterhaltsamen, populärwissenschaftlichen Stil, der durchaus auch mal persönlich wird. Auf diesen gut 220 spannenden Seiten kommen wir zu einer Erkenntnis nach der andern. Wissenschaft, Psychiatrie und Spiritualität rücken hier zusammen. Das macht mich glücklich. (Rezension: Rébecca Kunz)[mehr]


Wenn die Worte fehlen
von Angelika U. Reutter

Tastend schreibt Angelika U. Reutter, tastend lese ich «Wenn die Worte fehlen – Von der Kraft der Seelensprache» (Scorpio Verlag, München 2017), und werde ermutigt, entschleunigt, dazu ermuntert, weniger zu quasseln, aber gezielter und nicht nur mit Worten bewusst zu kommunizieren. In den letzten Lebensstunden, oder aufgrund von Krankheit, Unfall oder Krise oder politischer Unterdrückung verlieren Menschen die Sprache, aber noch lange nicht die Fähigkeit sich auszutauschen. Wir sind aufgerufen den eigenen Gedanken und den des Gegenübers zu spüren und Kontakt auf dem Gefühlsweg zu halten. Wer sich auf dieses Abenteuer einlässt, wird reich beschenkt mit dem Gefühl einer allumfassenden Verbindung und damit auch einer Verbindung zu sich selbst. So kann gemeinsames Erleben und gemeinsames seelisches Empfinden die Worte ganz prima ersetzen oder wandeln. Liebevoll sein und den richtigen Ton miteinander zum Schwingen bringen, darum geht es in diesem ausgesprochen gefühlvollen Buch. (Rez.: Nele[mehr]


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