Buch des Monats

Happiness
von Tina Turner

Es heisst, das Leben gebe einem Menschen so viele Aufgaben, wie sie oder er auch meistern könne. Bei Tina Turner war das Leben, was dies betrifft, sehr grosszügig: Verluste, Gewalt, Krankheiten … Aber das Leben schenkte ihr auch das entsprechende Werkzeug, nicht zu verzweifeln, sondern das Beste daraus zu machen. Ihr half der Buddhismus. Wie und wann sie ihn kennenlernte, beschreibt sie in «Happiness» (Knaur, München 2020) genauso wie ihre Meditationspraxis und die tiefe Kraft, die dem Chanten innewohnt. Sie spricht die Leser_innen in diesem Buch persönlich an und will dazu ermutigen, auch schwierige Umstände zu meistern, wobei sie sich als eine Art Botschafterin und Lehrerin der spirituellen Praxis versteht. Ihre Botschaft: «Auch in den dunkelsten Zeiten hast du es in der Hand, deinem Leben eine gute Richtung zu geben», kommt an, und ihr Buch inspiriert, sich täglich aufs Kissen zu setzen und dranzubleiben. (Rez. Doris Iding)[mehr]


Setze keinen Punkt an die Stelle, an die Gott ein Komma gesetzt hat
Shiva Ryu

Die Weisheitsgeschichten von Shiva Ryu «Setze keinen Punkt an die Stelle, an die Gott ein Komma gesetzt hat» (Scorpio Verlag, München 2020) sind eine gut abgestimmte Komposition von spirituellem Flavour mit einer Art Lebenshilfe zu Geschichten, die mehr als nur gut geschrieben sind von einem dieser seltenen Autoren, die ich der Leserwelt von Herzen weiterempfehlen möchte. Der koreanische Autor kennt die gesamte spirituelle Literatur rund um den Globus so sehr, dass man sich selbst darüber wundert, hier etwas über das Schreiben von C. G. Jung zu lesen, einen Liedtext von Reiner Kunze zu finden oder kleine Einblicke in das literarische Schreiben bekannter Literat_innen und spiritueller Autor_innen wie Twain, Murakami, Stein, Angelou, Shaw, Hemingway, aber auch Chödrön oder Rumi zu bekommen. Der sechzigjährige Ryu schreibt mit einem «übergeordneten Blick» auf das Ganze, und das vermittelt einem das Gefühl, dass es das Leben gut mit uns meint. Hier werden einem sinnvolle Fragen zur eigenen[mehr]


Die Kunst mit sich allein zu sein
von Stephen Batchelor

Für sich allein sein, ist ein Zustand, den viele auf die Länge nicht gut aushalten, wie wir spätestens nach den Zeiten des Lockdowns wissen. Stephen Batchelor hat sich mit dem Thema bereits in einem seiner ersten Bücher beschäftigt, und er ist zu seinem sechzigsten Geburtstag darauf zurückgekommen: «Die Kunst, mit sich allein zu sein» (Edition Steinrich, Berlin 2020) ist eine Essaysammlung dieses klugen, vielseitig erfahrenen Sinnsuchers und Meditationslehrers, die in vielen Facetten funkelt. Mit dem Buddhismus hat Batchelor sich über Jahrzehnte vertieft auseinandergesetzt; wodurch er zum Vordenker einer Sammelbewegung wurde, die sich als «säkularer Buddhismus» versteht. Im neuen Buch bezieht er sich auf westliche Kunst und Philosophie, allen voran auf den für sich alleine in einem Turm lebenden französischen Essayisten Michel de Montaigne, vom Buddhismus sagt er, seine Anhaftung an diesen habe er sich bei einer Ayahuasca-Zeremonie aus dem Leibe gekotzt. Wahrhaft allein sein bedeutet[mehr]


Der entstörte Mensch
von Petra Bock

Auf dieses Buch habe ich, ohne es zu wissen, lange gewartet. «Der entstörte Mensch» (Droemer, München 2020) ist so etwas wie ein Kochbuch, und es verdient einen prominenten Platz in Buchhandlungen. Wer es liest, kocht sich damit in die neue Welt oder in eine neugierige, aktiv gestaltende Haltung, die den Geschmack an der neuen Welt untrüglich verstärkt und damit propagiert, nämlich rundum austrahlt. Petra Bock hat sich durch Bücher zum «Gedankenkarussell (engl. Mindfuck, österr. Hirnwixn)» schon einen Namen gemacht. Ihre Vision als Coach ist zutiefst mitfühlend und belebend: Sie kann ihn denken, fühlen und beschreiben, den entstörten Menschen, der im Frame der Entfaltung und Kooperation bei sich selbst angekommen ist und das Leben als Gelegenheit begreift, gemeinsam und gemeinsinnig zu wachsen. Wenn wir unser Denken aus den alten Störfeldern herauslösen, können wir endlich mit der Zeit gehen, endlich «im Humanismus heimisch werden und menschengerecht denken». Die Autorin erwähnt za[mehr]


Über den Geist hinaus
von Alan Watts

Generationen von Sinnsuchern hingen ihm an den Lippen; in Radiovorträgen sprach der britische Religionsphilosoph Alan Watts in Kalifornien auf eine Art über orientalische Weisheit, dass seinen Zuhörern sogleich klar wurde: Das geht mich ganz persönlich ­etwas an, das hat mit mir zu tun und hilft mir weiter. Diese Wirkung hielt lange über seinen Tod 1973 an, doch in letzter Zeit ist es ruhiger geworden um diesen rede­gewandten Pionier des neuen Bewusstseins. «Über den Geist hinaus» (O. W. Barth Verlag, München 2020) vereinigt eine Sammlung von Vorträgen, die Watts’ Sohn Mark aus dem Nachlass zusammenstellte und erstmals veröffentlichte als Audiomitschnitte unter dem bezeichnenden Titel «Out of your Mind» (Sounds True). Und tatsächlich: Ob Alan Watts über Zen spricht, über die Entwicklung der westlichen Weltanschauung, den Taoismus oder über Advaita – egal, wo man dieses schmucke Buch aufschlägt, stets vermögen die Ausführungen zu überzeugen und ziehen den Leser in ihren Bann. Der Mann h[mehr]


Monkey Mind
Ralph de la Rosa

Wer seinen Hunger nach Wahrheit stillen, in Zukunft dank Analyse auf Paralyse verzichten und noch dazu getriggert werden als Heilungsangebot verstehen lernen mag, ist mit «Monkey Mind» (Fischer & Gann, Bielefeld 2020) von Ralph de la Rosa bestens versorgt. Das Buch reflektiert die Meditationspraxis und leitet zur unbedingten Fortsetzung an im Sinne von «Folge deinem gebrochenen Herzen». Dank der schönen Grafik zu unser aller Komfortzone, der unbestechlich klaren Einstellung des Autors, verstehst du mehr von Selbstliebe, der Fragwürdigkeit von Wundern, vom Segen des Monkeymind und hörst deiner inneren Familie liebevoll zu. Die sehr guten Anleitungen zur eigenen Praxis sind beim Verlag auch als Audiofiles abrufbar. Lustvoll, authentisch, kompromisslos aufklärend und zeitgemäss – ein Muss im Regal eines jedes Menschen, der Meisterin und nicht Manager des Lebens werden will! (Rezension: Nele Pintelon)[mehr]


Vollkommen unvollkommen
Marie Mannschatz

Im Buddhismus geht man davon aus, dass jeder Mensch vollkommen ist. Wir sind sozusagen alle Goldklumpen, die nur noch richtig geputzt und geschliffen werden müssen, damit unsere wahre Wesensnatur zum Vorschein kommt. Wie das geht, beschreibt Mannschatz auf lockere, spielerische und gleichzeitig tief gehende Weise. In ihrem neuen Buch «Vollkommen unvollkommen» (O. W. Barth, München 2019) erläutert sie zehn Tugenden, die im Buddhismus als Vollkommenheiten bezeichnet werden und sozusagen in dem Prozess das Schleifpapier sind. Anhand ihres eigenen Lebens, mit kleinen Anekdoten und schönen Sprüchen beschreibt sie jede einzelne Vollkommenheit. Ein bereicherndes Buch, das durch die vielen persönlichen Geschichten lebt und wieder einmal deutlich macht, dass wir alle unvollkommen vollkommen sind. (Rezension: Doris Iding)[mehr]


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